Donnerstag, 12. September 2019

Carport und Herbst

So, gestern habe ich endlich geschafft, die Bank aufzuräumen und die Sachen an ihre bisherigen Plätze zu räumen. Es ist gefährlich, dann nicht gleich die nächste Baustelle aufzumachen, denn dann verzettele ich mich nur.

Vorher:


nachher:


eigentlich nicht viel Arbeit, doch viel Arbeit für mich. Es ist erschreckend, dass das, was für mich ein Berg ist, oft nicht mal eine kleine Anhöhe ist...

Doch aus der Sicht meines faulen Begleiters hat dieser eben einfach immer noch Angst, dass ich mir nicht genügend Pausen gönne. So waren die Erfahrungen von ihm in der Vergangenheit. Bin ich doch deshalb berufsunfähig geworden...

Nun gilt es, mit ihm immer wieder in direkte Kommunikation zu treten und ihm die Angst zu nehmen. Das heißt aber auch, dass er auch immer mal wieder gewinnen darf, nur halt nicht mehr so häufig wie bisher.

Es ist auch wichtig, dass ich mir immer wieder bewußt mache, was ich da leiste und wie schön und gut das für mich ist. Denn warum soll ich etwas tun, was mir schadet??? Da kann ich den faulen Begleiter schon verstehen...

Ich habe gestern auch gemerkt, dass ich mir oft zu viel an Aufarbeiten zumute. Denn ich mache das Ganze ja neben den regulären Aufgaben. Es ist auch wichtig, mir die Aufgaben zuvor noch mal anzuschauen und ggf. noch in kleinere Abschnitte zu unterteilen. So habe ich gestern zwar - immer noch nicht - die Ärmel meiner Jacke gekürzt, aber sowohl die Jacke hochgeholt, als auch Stecknadeln und Schere. Die Arbeit kann ich also heute gut erledigen, ohne dass mein fauler Begleiter gleich wieder Alarm schlagen muss. Daher meine heutigen Aufgaben:

  1. Jackenärmel kürzen
  2. Katzenklo im Carport reinigen



Mittwoch, 11. September 2019

Lasten beseitigen

ja, es ist schon was dran: beim Aufschieben killt man selbst das bisschen Selbstwert, das man hat.

Habe gestern das große Paket für Strickari fertig gemacht und zur Post gebracht. Zum einen bin ich stolz wie Bolle, weil es 11,5 kg Handarbeiten waren, die ich für den Lichtblickhof gemacht habe. Zum anderen ist jetzt im Hobbyraum wieder vieeeeel mehr Platz. Und ich kann weiter ausmisten, und Sachen entsorgen, die wir nicht mehr brauchen.

Dann habe ich gestern kurz entschlossen noch den Schriftverkehr mit dem Anwalt gemacht. Nicht perfekt, aber ausreichend. Wie ist die Pareto-Regel? Mit 20% Einsatz 80% des Erfolges. Ich glaube, da ist was dran.

Auch beim Erledigen des Schriftverkehrs ist mir aufgefallen, wie sehr mich Aufgeschobenes belastet. Eine Aufgabe verschwindet ja nicht einfach deswegen, nur weil ich sie aufschiebe...

Wichtig ist bei mir jedoch, das Wahrnehmen. Ja, das Wahrnehmen der Erleichterung, wenn aufgeschobene Aufgaben erledigt werden. Und auch stolz darauf sein, dass ich mich überwunden habe und was ich alles trotz meiner Erkrankung leiste.

Also hier noch einmal ganz deutlich:

Ich bin stolz auf mein gestriges Tagwerk, auf meine versandten Handarbeiten und die Freude, die ich damit Familien machen werde, indem ich meine Zeit für das Herstellen schöner Dinge für sie aufbringe. Auf die Schreiben an den Rechtsanwalt,das mir noch immer zügig und sachlich von der Hand geht, auch wenn ich schon 8 Jahre nicht mehr arbeiten kann. Auf das ausprobierte neue vegetarische Gericht, das super geklappt hat und aufwändig war, auch wenn es nicht so unser Geschmack war. Auf die Teilnahme am Agilytytraining mit Twetty, das viel Freude gemacht hat und in dem ich viele Tipps bekommen habe. 

Nun gilt es, einen Plan für heute zu machen. Da ich meine reguläre Hausarbeit wie saugen heute erledigen will, bleibt nicht ganz so viel Zeit für Sonderaufgaben. Dennoch möchte ich heute:

  1. Die Bank im Carport aufräumen
  2. die Herbstdeko heraussuchen und planen
  3. die Jackenärmel kürzen
  4. und endlich Bilder machen, lach...



Dienstag, 10. September 2019

Den Berg besteigen...

... ist gar nicht so einfach, auch wenn es nur der Wäscheberg ist, lach...

Habe es gestern tatsächlich geschafft, den Wäscheberg zu bewältigen und alles zu waschen und zu bügeln. Eine Menge Arbeit, aber ich habe es geschafft, darauf bin ich sehr stolz. Nun gilt es, erst keine neuen Berge entstehen zu lassen. Mal ehrlich: die Maschine wäscht und trocknet, ich muss nur noch zusammenlegen und ein paar Sachen bügeln, also das ist machbar!

Ein paar strategische Punkte habe ich dabei angewandt:

  1. zuerst Weißwäsche erledigt: Bereits Maschinchen gestartet, sodass ich beim Aufstehen gleich den Trockner starten und die zweite Wäsche starten konnte
  2. zuerst Weißwäsche, Socken und Unterwäsche zusammengelegt: da sehe ich gleich und schnell einen Erfolg
  3. das Bügelbrett ins Wohnzimmer, und nebenher die Glotze laufen lassen...das läßt mich das öde Bügeln ertragen.
  4. Das Einräumen habe ich richtig genossen, habe mir Zeit gelassen, und die gefüllten Schränke bewundert

An meinen faulen Begleiter: keine Angst, da übernehme ich mich nicht. Das kann ich jeweils montags und dienstags gemütlich erledigen. Und Du und das Ausruhen kommt dennoch zu eurem Recht...

Gleich dazu habe ich noch vier Kleidungsstücke geflickt. Was mich echt ärgert, selbst bei (früherer) Markenqualität sind die Nähte unsauber genäht, Knöpfe fallen ab...und das bei neuen Sachen. Gesehen halt beim Bügeln. Was tun? Nichts mehr kaufen? Billigware?

Nein, denn auch da will ich mich in diesem Jahr weiterentwickeln und wertige Dinge, auch im Bezug auf Arbeit und Natur, kaufen, wenn überhaupt. Im Kleiderbereich hat das viel Zeit, denn ich bin bestens ausgerüstet, und Neukauf lohnt erst, wenn ich tatsächlich richtig viel abnehme.

Ach ja, ich habe gestern auch eine Spaghetti-Spinat-Frittata gemacht. Ein neues Rezept, das mir immer viel Nerven abverlangt. Aber : es hat super geschmeckt, und ich habe wieder einen Punkt im Bezug auf Weniger Fleisch und Wurst gemacht!

Gestern hat mich körperlich doch geschafft, das viele laufen und stehen tut meiner Arthrose nicht gut. Und daher gilt es heute, klug zu planen und Dinge zu erledigen, die ich eher im Sitzen machen kann.

Mein Plan:

  • Schreiben an Rechtsanwalt erledigen für Mama
  • Paket für Ariane packen und heute mittag auf die Post
  • Recyclinghof (Sachen sind schon eingepackt im Auto)
  • Jackenärmel kürzen
  • Carport - Bank freiräumen
Damit hätte ich auch wieder etwas vom Nähstau erledigt und Platz durch das Versenden des Paketes. 

Für Menschen ohne Aufschieberitis mag das lächerlich klingen, aber für mich wäre das viel, wenn es gelänge.

Also, ran an die Aufgaben!


Sonntag, 8. September 2019

Es geht los...

Wie kam es dazu, dass ich mich mal um MEINE Probleme kümmern will? Den Anfang habe ich ja schon beschrieben, es war die Predikt von Joyce Meyer. Und meine Erfahrungen in meinem Umfeld. Viele Menschen erzählen mir von ihren Problemen. Ich hirne und finde Lösungsmöglichkeiten, doch egal, was ich vorschlage, nichts wird umgesetzt.

Das machte mich traurig, wütend, ratlos. In einem Gespräch mit meiner Ärztin meinte diese, das sei die Angst der Menschen vor Veränderung. Wir verharren lieber in der Sch...e, als neue unsichere Möglichkeiten auszuprobieren.

Wie traurig.

Tja, und beim Nachdenken bin ich dann auf meine Problemfelder gestoßen, die ich ja eigentich auch nicht löse....

Welche das sind, weiß ich auc nicht so genau. Die wichtigsten jedenfalls sind:

  • mein Übergewicht
  • meine Unsportlichkeit
  • mein Schnarchen
  • meine fehlende Bereitschaft, Vergangenes loszulassen
  • meine Aufschieberitis
Beim näheren Nachdenken merke ich gleich, dass meine Aufschieberitis allen anderen Lösungen im Weg ist. Daher möchte ich daran als erstes arbeiten.

In meinem großen Fundus habe ich auch dazu schon etwas gefunden, eine wunderbare CD. Mein "fauler" Begleiter schützt mich vor Überanstrengung und Verausgabung, aber halt auch vor Erledigungen, wenn er fürchtet, dass ich mich mit der Arbeit übernehme.

Man kann ihn jedoch Stück für Stück mitnehmen, und so die Aufschieberitis mindern. Und daher nehme ich mir das als erstes vor.

Diese Dinge möchte ich daher diese Woche erledigen:

Wäsche bügeln
Kissenbezüge nähen
Ärmel an grüner Jacke kürzen
Carport aufräumen

Als Belohnung möchte ich mir Herbstblumen kaufen und aussen schön dekorieren. Denn auch das kommt immer zu kurz: es mir schön machen.

Also ran an die Aufgaben. Fotos folgen.




Freitag, 6. September 2019

Wie alles begann..

Ein Jahr, meine Probleme und ich...

wie komme ich auf DEN Titel? Ganz einfach: aus einer Predikt heraus!

Joyce Meyer meinte in einer Predikt zum Thema, meinen Mund und meine Worte beherrschen, was würde wohl passieren, wenn sich jeder ein Jahr lang nur um seine eigenen Probleme kümmern würde? Wie würde sich das Leben des Betroffenen ändern?....

Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Denn seit einiger Zeit merke ich, dass ich mich ausgelaugt fühle von meiner Art, mir für die Probleme anderer immer Lösungsansätze zu überlegen und erleben zu müssen, dass diejenigen nichts ändern. Zuerst habe ich mich geärgert, aber dann hat mir meine Ärztin klargemacht, dass Angst dahinter steckt. Wir verharren lieber in bekannten unguten Situationen, als Neues auszuprobieren und evtl. eine bessere Zeit zu haben. Ganz schön krank, oder?

Und da ich auch immer mehr das Gefühl habe, dass ich alt bin, also im Geiste, habe ich mir Gedanken über mich gemacht.

Ein Jahr, meine Probleme und ich...

... mein Übergewicht

... mein Schnarchen

... meine Unsportlichkeit

... mein fehlender Selbstwert

... meine Depressionen

... meine Panikattacken...



Es gibt sicher noch vieles, was mir in dem Jahr einfallen und auffallen wird. So vieles hängt zusammen, und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erinnert mich die Lage an Wollknäuel, die durcheinandergeraten sind. Nun geht es darum, jedes Fädchen aufzuwickeln und möglichst viele gute Knäuel herauszuarbeiten.

Beim Ausmisten meines Zimmers ist mir gute Literatur dazu in die Hände gefallen und ein paar CDs. Na ja, bisher war ich ja Wissensriese - Umsetzungszwerg, aber das muss ja nicht so bleiben.

Nun werde ich mich mal meiner Aufschieberitis widmen, das nervt mich grade am meisten. Also her mit Stift und Papier, eine Liste der wichtigen Dinge gemacht, die ich aufschiebe und dann gehts los.